Ein Raum, ein Stuhl, eine Wand

Der Laden liegt an der Gasse, mit einem Schaufenster zur Straße. Innen dunkles Holz, ein Spiegel, eine Ablage und die Schilder darüber. Mehr steht nicht darin, und mehr braucht die Arbeit auch nicht.

Zusammengerolltes heißes Handtuch in einer Emaille-Schale, daneben ein Rasierpinsel mit Schaum auf einem Holzbrett
Tuch und Pinsel stehen bereit, bevor der erste Termin beginnt.
Person im Arbeitskittel wischt seitlich zur Kamera eine Klinge an einem Tuch ab
Zwischen zwei Terminen wird die Klinge abgewischt.

Wie hier gearbeitet wird

Es gibt einen Stuhl, und der ist immer derselbe. Wer einmal da war, sitzt beim nächsten Mal beim selben Menschen und muss die Länge nicht neu erklären.

Termine werden einzeln vergeben. Zwischen zwei Terminen liegt genug Zeit, um die Ablage aufzuräumen, die Klinge abzuziehen und den Boden auszukehren. Das ist kein Service, das ist die Voraussetzung dafür, dass die nächste Stunde ruhig läuft.

Wenn eine Länge nicht passt, wird nachgeschnitten, solange der Termin läuft. Danach ist der Stuhl für den nächsten frei.

Barbierstuhl in ganzer Höhe vor einer dunklen Holzwand, ein weißes Handtuch über der Rückenlehne

Fußtritt, Hebel, Leder: der Stuhl ist das älteste Stück im Raum.

Der Ablauf eines Termins

1

Ankommen

Sie kommen zur vereinbarten Zeit. Termine liegen einzeln, damit niemand im Stehen warten muss.

2

Absprache

Ich frage nach der Länge an Seiten, Nacken und Deckhaar. Beim ersten Termin nehme ich mir dafür ein paar Minuten mehr.

3

Arbeit

Geschnitten wird mit Schere und Maschine, rasiert mit dem Messer und heißem Tuch. Zwischendurch drehe ich den Stuhl zum Spiegel.

4

Abkehren

Nacken auskehren, Umhang ab, kurz im Spiegel nachsehen. Den nächsten Termin können Sie gleich mitnehmen.

Einen Platz vormerken

Anrufe während eines Schnitts gehen auf die Mailbox. Eine Nachricht mit Wunschtag reicht.